Heizung: Wirksamer Klimaschutz braucht Technologie-Offenheit

Veröffentlicht am 07.11.2019 11:06 von Redaktion

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Aktueller Verordnungsentwurf des Bundesministeriums der Finanzen sieht keine steuerliche Förderung für die Modernisierung alter Ölheizungen vor – Heizungsbauerhandwerk kritisiert politisch gewollte Benachteiligung von Ölheizungsbetreibern

ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Helmut Bramann

Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) .

Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) .

St. Augustin, 07. November 2019 Der am Mittwoch vom Bundesministerium für Finanzen vorgelegte Entwurf der Rechtsverordnung zur Ausgestaltung der steuerlichen Sanierungsförderung sieht keine steuerliche Förderung für Erneuerungsmaßnahmen bei alten Ölheizungen vor. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) sieht darin eine finanzielle Benachteiligung der Besitzer von rund 5,5 Millionen Ölheizungen.

Die oberste Interessenvertretung des deutschen Heizungsbauerhandwerks befürchtet, dass Ölheizungsbesitzer ihre Anlagen daher gar nicht modernisieren und über Jahre weiter betreiben werden. „Unsere Betriebe melden uns bereits entsprechende Kundenreaktionen, die diese Einschätzung untermauern“, betont Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. Bei schätzungsweise 3,1 Millionen Heizungen im ländlichen Raum komme noch dazu, dass ein Wechsel von Heizöl auf Erdgas oder Fernwärme gar nicht möglich sei, weil keine Erdgas- oder Fernwärmeversorgung am Gebäude vorhanden ist. „Deren Besitzern bleibt gar keine andere wirtschaftlich tragfähige Wahl, als alte CO2-Schleudern weiter zu betreiben.“

Der ZVSHK sieht deshalb keinen Sinn darin, Ölheizungsbetreiber bei Modernisierungsvorhaben absichtlich finanziell zu benachteiligen. Das sei widersinnig und kontraproduktiv. „Denn gerade hier lassen sich doch unmittelbar die größten Klimaschutzeffekte im Gebäudebereich erzielen“, beklagt der Hauptgeschäftsführer des ZVSHK.

Der ZVSHK fordert daher, dass im Interesse eines wirksamen Klimaschutzes für Gebäude die derzeit im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms und des Marktanreizprogramms (MAP) förderfähige Technologien förderfähig bleiben. „Dies bedeutet auch, dass die derzeit über die KfW geförderte Brennwerttechnik ebenfalls förderfähig bleibt. Sofern keine anderen wirtschaftlichen Alternativen zur Verfügung stehen, sollte dies auch für die Öl-Brennwerttechnik gelten“, meint Helmut Bramann. Die politisch gewollte Benachteiligung von Ölheizungsbesitzern wird für den Klimaschutz anderenfalls zum Bumerang werden.“, ist sich Helmut Bramann sicher.

 

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