NRW-Handwerk von Corona-Krise stark betroffen

Veröffentlicht am 20.03.2020 12:33 von Redaktion

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WESTDEUTSCHER HANDWERKSKAMMERTAG
P R E S S E M I T T E I L U N G
20.03.2020

Rettungsmaßnahmen von Land und Bund werden den Betrieben helfen

Die Corona-Krise erfasst das nordrhein-westfälische Handwerk mit voller Wucht. Jeder zweite Betrieb – 47 Prozent – zeigt sich von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Am stärksten das Lebensmittelhandwerk, die Gesundheitsbranchen des Wirtschaftsbereichs und Unternehmen, die personenbezogene Dienstleistungen anbieten, wie Kosmetikstudios und Friseursalons. Hier berichten jeweils bereits rund zwei Drittel der Betriebe von negativen Auswirkungen. Am besten hält sich zunächst noch das Bauhauptgewerbe, wo aktuell erst 28 % der Unternehmen Beeinträchtigungen verspüren. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Blitzumfrage der Dachorganisation Handwerk.NRW mit dem Westdeutschen Handwerkskammertag (WHKT), an der 5.548 Unternehmen in den vergangenen Tagen teilgenommen haben. Da die Krise dynamisch voranschreitet, spiegelt die Umfrage der vergangenen Tage zwar nicht den »Stand heute« wider. Sie zeigt aber trotzdem schon die umfassende Betroffenheit des Handwerks.

27 Prozent der befragten Handwerksfirmen antworteten, sie seien aktuell bereits stark oder gar sehr stark von nachlassender Nachfrage und Umsatzrückgang erfasst. Ein drohender Liquiditätsengpass ist das von den Unternehmen aller Branchengruppen des Handwerks am häufigsten genannte Problem. 54 Prozent der befragten Firmen sehen für die nahe Zukunft Zahlungsschwierigkeiten voraus. 44 Prozent erwarten Kurzarbeit – insbesondere das Baugewerbe, die Zulieferunternehmen und größere Lebensmittelbetriebe. 41 Prozent erwarten einen erhöhten Kreditbedarf.

Der Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages (WHKT), Hans Hund, ruft die Handwerksunternehmen im ganzen Land dazu auf, Vertrauen in die angelaufenen staatlichen Hilfsmaßnahmen zu haben: »Die Hilfe wird ankommen. Bund und Land tun alles, um den Betrieben unbürokratisch zu helfen.« Oberste Priorität habe auch für das Handwerk jetzt, mitzuhelfen die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Der Hauptgeschäftsführer des WHKT, Matthias Heidmeier, ergänzt: »Die Handwerkskammern in NRW helfen mit, das wirtschaftliche Leben – überall dort, wo es verantwortbar möglich ist – aufrecht zu erhalten. Unser gesamtes Netzwerk ist jetzt auf die Beratung der Betriebe ausgerichtet.« In allen 7 Handwerkskammern in NRW läuft derzeit die Betriebsberatung per Telefon oder online. Das Aufkommen wächst täglich. Der WHKT unterstützt das Krisenmanagement in den Handwerksorganisationen umfassend vor allem durch Informations- und Maßnahmenkoordinierung.

 

 

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Hauptgeschäftsführer: Matthias Heidmeier

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