Fleischer sind jetzt unverzichtbar

Veröffentlicht am 02.04.2020 15:59 von Redaktion

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Pressemitteilung

 

                                                                                                                      02.04.2020

 

Fachgeschäfte der Fleischer-Innung Westfalen-Mitte sind in der Corona-Krise eine wichtige Stütze bei der sicheren regionalen Versorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln.

Dirk Klusmeier, Obermeister der Fleischer-Innung Westfalen Mitte

Dirk Klusmeier, Obermeister der Fleischer-Innung Westfalen Mitte

Ein herzliches Dankeschön für das Vertrauen ihrer Kunden in Zeiten der Corona-Krise sagen die Betriebe der Fleischer-Innung Westfalen-Mitte. „Wir erfahren derzeit jeden Tag sehr viel Zuspruch und Dank von unseren Kunden, weil wir unsere Geschäfte weiterhin geöffnet haben”, erklärt Obermeister Dirk Klusmeier. „Darum wollen wir an dieser Stelle auch einmal deutlich sagen, wie wichtig es für uns ist, dass sie lokal bei uns einkaufen und damit unsere Fleischerfachgeschäfte und unsere Region unterstützen.“ Die Betriebe des Lebensmittelhandwerks, allen voran Fleischer, erfahren derzeit eine Renaissance. Einen Grund dafür sieht Klusmeier im Vertrauen seiner Kunden. „In Zeiten, in denen nichts sicher zu sein scheint und selbst im Lebensmitteleinzelhandel leere Regale und lange Warteschlangen drohen, ist es gut zu wissen, wo man nicht nur qualitativ hochwertige Lebensmittel, sondern auch ein paar persönliche aufmunternde Worte bekommt“, beschreibt Klusmeier die Situation. „Viele meiner Kollegen kennen ihre Kunden seit langer Zeit und wissen oft mehr von ihnen als nur die Lieblingswurstsorte.“

Strikte Hygiene ist Standard
Natürlich halten sich auch die Betriebe des Fleischerhandwerks strikt an die gesetzlichen Vorgaben in der Corona-Krise. Aber das ist für ein Handwerk, das schon immer höchsten Qualitätsansprüchen und strengen Kontrollen unterlag, kein Problem. „Unsere Betriebe sind seit langen Jahren an hohe Hygiene-Auflagen gewöhnt. Das ist gut so, denn wir veredeln in unseren Betrieben ein hochwertiges Lebensmittel, das absolut sicher sein muss“, erklärt der Obermeister. „Regelmäßige Desinfektion von Flächen und Händen gehört bei uns zum Alltag.“ Wer bei einem Fleischer seines Vertrauens kaufe, könne sich darauf verlassen, ein gutes und sicheres Lebensmittel zu bekommen – und dazu auch gleich passende Tipps für viele leckere Zubereitungen.

Lieferservice hilft vor allem Senioren
Apropos Zubereitung: Viele Fleischereien haben sich aktuell in der Krise umgestellt und bieten zusätzlich Lieferdienste für frische Produkte und fertiges Essen an. Davon profitieren vor allem Menschen, die selbst nicht einkaufen gehen können oder dürfen. „Wir machen da ein Stück weit auch aus der Not eine Tugend“, erklärt Dirk Klusmeier, der selbst Inhaber eines Fleischerbetriebes in Dortmund ist. „Derzeit bekommen Fleischereien Schwierigkeiten, die sich besonders stark auf den Partyservice oder auf das Catering von Veranstaltungen spezialisiert haben. Der fast völlige Stillstand des öffentlichen Lebens führt bei diesen Unternehmen zu massiven Umsatzeinbrüchen. Darum müssen neue Ideen her, bevor es bei einer längeren Krise zu ernsten betrieblichen Problemen kommt.“ Die Kunden jedenfalls, insbesondere Senioren, finden den Service gelungen und nehmen ihn gern wahr. Aber auch Familien, die das ungewohnt enge häusliche Miteinander vom Kochen entlasten wollen, nutzen den Menü-Service gern. „Zu empfehlen ist es allerdings, sich beim Fleischerfachgeschäft seiner Wahl vorher nach dem Menüangebot zu erkundigen und gegebenenfalls rechtzeitig sogar vorzubestellen, damit das Lieblingsmenü auch wirklich lieferbar ist“, rät Klusmeier.

Versorgung ist gesichert
Alle, die sich derzeit Gedanken um eine sichere Lebensmittelversorgung machen, kann Dirk Klusmeier beruhigen. Denn das Fleischerhandwerk ist nicht von Importen und langen Vertriebswegen abhängig – im Gegenteil. Traditionell setzen die Betriebe auf kurze und nachvollziehbare Transportwege. Weder Rohstoffe noch Produkte werden im Fleischerhandwerk über weite Strecken transportiert, sondern werden zum großen Teil aus der Region für die Region nachhaltig produziert und vermarktet. Das ist schon zu normalen Zeiten ein großer Vorteil, aber gerade jetzt leistet das einen zusätzlichen Beitrag zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus und hilft letztlich auch dabei, wichtige regionale Wertschöpfungsketten aufrechtzuerhalten. „Selbst wenn die Krise länger anhalten sollte und internationale Zulieferketten von Supermärkten ins Stocken geraten, können wir im Fleischerhandwerk uns auf unsere Landwirte in der Region verlassen und der Bevölkerung eine Versorgung mit frischen und regionalen Lebensmitteln garantieren“, so der Fleischermeister.

Verständnis und Lob für Beschäftigte
Und wenn etwas mal nicht so schnell klappt wie gewohnt oder ein Produkt in der Kühltheke ausverkauft ist, bittet der Obermeister im Namen seiner Kollegen aus den Innungsbetrieben um Verständnis. „Verkauf und Produktion, beides unter deutlich erschwerten Bedingungen, verlangen einen überdurchschnittlichen Einsatz von uns und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Fleischereien“, erklärt Dirk Klusmeier. „Als Fleischermeister und Handwerker wissen wir den Einsatz unserer Beschäftigten sehr zu schätzen und das Lob unserer Kunden bedeutet uns viel. Ich fände es darüber hinaus auch gut, wenn seitens der Politik einmal eine Anerkennung dieser Leistung zu hören wäre, und nicht nur die wiederholt sicher zurecht gewürdigte Supermarkt-Kassiererin. Es wäre gerade jetzt ein gutes Signal. Schließlich leisten die Betriebe des Fleischerhandwerks einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Menschen auch in dieser Situation alles haben, was sie zum Leben brauchen.“

Eine Übersicht von Betrieben der Fleischer-Innung Westfalen-Mitte mit Adressen finden Sie unter https://fleischer.handwerk-dortmund.de

Kontakt:

Fleischer-Innung Westfalen Mitte

Geschäftsführer Ludgerus Niklas

Lange Reihe 62

44143 Dortmund

Tel.: 0231/5177-140

Fax: 0231/5177-197

E-Mail: niklas@handwerk-dortmund.de

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