Pandemie-Krise: UVH zieht erste Zwischenbilanz für das Handwerk in NRW

Veröffentlicht am 08.05.2020 09:16 von Redaktion

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Der Unternehmerverband Handwerk NRW (UVH) hat eine erste Zwischenbilanz zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Branchen des Handwerks in Nordrhein-Westfalen gezogen. Wirtschaftlich hätten alle Gewerke stark unter den Folgen der Krise gelitten, allerdings in unterschiedlicher Intensität, so UVH-Präsident Hans-Joachim Hering. Noch lasse sich der Schaden in den Bau- und baunahen Handwerken nicht beziffern, weil die Bewilligung von Bauanträgen und nachgeschaltete Planungsleistungen für Wochen ausgesetzt waren und Auftragsrückgänge erst verspätet einsetzten. Dagegen seien in anderen Branchen mit der Wiederzulassung des Geschäftsbetriebes die notwendigen Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Erholung geschaffen worden. Hering dankte der nordrhein-westfälischen Landesregierung für die bisher vorgenommen Öffnungen, die zuletzt vor allem im Friseurhandwerk vorbildlich umgesetzt worden seien: „Die Betriebe gehen verantwortungsvoll und unter Einhaltung von hohen Hygienestandards mit der neuen Normalität um. Daran zeigt sich, dass Gesundheitsschutz und wirtschaftliche Betätigung keine Gegensätze sein müssen.“ Die Betriebe hätten sich in kürzester Zeit auf den Schutz von Kunden und Mitarbeitern eingestellt und damit große Flexibilität bewiesen. Er hoffe, dass bald auch Kosmetikbetriebe sowie Cafés von Bäckereien und Konditoreien und Imbisse von Fleischereien ihre Tätigkeit wieder aufnehmen dürfen. Hering dankte der Landespolitik zudem für die finanziellen Soforthilfen in NRW, die besonders kleinen Betrieben bei der Erstüberbrückung von coronabedingten Einnahmeausfällen geholfen haben. Für stark betroffene Branchen müsse man jetzt über eine Verlängerung der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen nachdenken. Der Präsident des Unternehmerverbandes Handwerk NRW hob abschließend die während der Corona-Krise geleistete Beratungsarbeit der Innungen und Verbände für die Betriebe hervor. Hering: „Die Handwerksorganisationen haben sich in der Zeit der Krise bewährt und ihre Potentiale voll aufzeigen können. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass der Betrieb, der Mitglied einer Innung ist, über einen Informationsvorsprung gegenüber anderen Betrieben verfügt.“

Unternehmerverband Handwerk NRW (UVH)
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