Deutschland übernimmt EU-Ratspräsidentschaft

Veröffentlicht am 01.07.2020 10:38 von Redaktion

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ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer:

„In diesen extrem schwierigen Zeiten kommt der Bundesregierung während der nächsten sechs Monate eine besondere Verantwortung zu. Das Ziel ist, gemeinsame Perspektiven für die wirtschaftliche Erholung zu erarbeiten, um Europa aus der Krise zu führen.

Dafür müssen bei allen Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen die Belange und spezifischen Erfordernisse gerade auch der kleinen und mittleren Unternehmen berücksichtigt werden. Nur mit ihnen als Rückgrat der deutschen wie europäischen Wirtschaft kann der Neustart gelingen. Es wird sehr darauf ankommen, genau zu prüfen, welche Maßnahmen der stark mittelständisch geprägten europäischen Wirtschaft in diesen Zeiten helfen und welche sich negativ auf Betriebe und Beschäftigte auswirken.

Auf der einen Seite muss der nächste Mehrjährige Finanzrahmen beschlossen werden. Neben den neuen Maßnahmen zur Krisenbekämpfung geht es hier um die Kontinuität der Programme nach Ende 2020. Auch bei der Unterstützung der Wirtschaft, etwa im Rahmen der KMU-Strategie und der Digitalisierung, müssen wir vorankommen.

Gleichzeitig brauchen wir ein Belastungs-Moratorium. Zusätzliche Auflagen treffen auf Unverständnis und hindern unsere Betriebe daran, den Wiederaufbau zu tragen und zu gestalten. Und wir müssen Bürokratie abbauen. Das EU-Recht ist in vielen Bereichen zu komplex für Handwerksbetriebe. Europäische Gesetze mit umfangreichen Informations-, Dokumentations- und Berichtspflichten verhindern oft, dass sich Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

Die Corona-Krise hat die Herausforderungen zugespitzt, vor denen Handwerksbetriebe schon länger stehen. Die Politik sollte jetzt die Krise als Chance nutzen, Europa fit für die Zukunft zu machen.“

 

Quelle: Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V.

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