Infektionsrisiko für Verkäufer nicht automatisch höher

Veröffentlicht am 03.11.2020 11:05 von Redaktion

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Dortmund (idr). Verkäufer in Supermärkten gehören nicht automatisch zur Hochrisikogruppe bei der Infektion mit Corona. Zu diesem Schluss kommt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund in ihrer “Risikoschätzung zur Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bei Beschäftigten im Einzelhandel für Lebensmittel und Drogeriewaren”.
Das Infektionsrisiko der Verkäufer hängt dabei vor allem vom Anteil aktuell infizierter Personen unter den Kunden ab. Zudem spielen Anzahl und Dauer der Kundenkontakte eine bedeutende Rolle. Pro Tag haben Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel durchschnittlich 84 Kundenkontakte und im Discounter 131, die durchschnittlich jeweils zwei Minuten dauern. Unter diesen Bedingungen kommt es selbst bei Erkrankungshäufigkeiten, die bei Corona-Ausbrüchen gemessen wurden, nicht unweigerlich zu Hochrisikokontakten von mindestens 15 Minuten Dauer.
Trotzdem ist es wichtig, die verfügbaren Schutzmaßnahmen in den Geschäften umzusetzen. Dazu gehören im Einzelhandel vor allem Abstandsregelungen, Mund-Nase-Bedeckungen bei Kunden und Beschäftigten, verbesserte Luft- und Oberflächenhygiene, Beschränkungen der Anzahl an Kunden im Geschäft und Schutzschilde im Kassenbereich.
Infos: www.baua.de

Pressekontakt: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Jörg Feldmann, Telefon: 0231/9071-2330, E-Mail: feldmann.joerg@baua.bund.de
Source: idr
Infektionsrisiko für Verkäufer nicht automatisch höher

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