Studie: Drei Standorte im Ruhrgebiet könnten mit Grubenwasser heizen      

Veröffentlicht am 18.11.2020 10:31 von Redaktion

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idr 2020/1455 (GaNe)

18.11.2020

 

Bochum (idr). An drei Standorten in der Metropole Ruhr – der Wasserstadt Aden in Bergkamen, im Gewerbepark Robert Müser in Bochum und auf Essen 51 – stimmen alle Bedingungen, um Grubenwasser zum Heizen zu nutzen. Das zeigt der Abschlussbericht eines dreieinhalbjährigen Forschungsprojekts, den die Ruhr-Universität Bochum jetzt vorgelegt hat. Dass Bochum geeignet ist, war schon länger bekannt. Dort wird bereits die zentrale Feuerwehr mit Grubenwasserwärme versorgt. Jetzt soll diese Versorgung auf Quartiersebene erweitert werden.

Die ehemalige Ruhrkohle AG (RAG) pumpt an 13 Standorten heute jährlich rund 70 Millionen Kubikmeter Wasser, damit es sich nicht mit dem Grundwasser mischt. Dieses Wasser ist 20 bis 30 Grad warm und wird bisher ungenutzt in Flüsse geleitet. Die Temperatur des Grubenwassers reicht für viele Bauten in Gewerbegebieten aus, z. B. für Lager. In einem Umkreis von rund fünf Kilometern können auch andere Gebäude mit Wärme versorgt werden. Kombiniert mit einer Wärmepumpe liefert das Wasser eine größere Heizleistung.

An die abgeschlossene erste Projektphase schließt sich eine vierjährige Umsetzungsphase an.

Infos: www.gw-ruhr.rub.de

 

Pressekontakt: Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Hermann-Josef Wagner, Telefon: 0234/32-28044, E-Mail: wagner@lee.rub.de

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