Abgeordnete suchen Dialog mit Friseuren der Region

Veröffentlicht am 09.02.2021 09:59 von Redaktion

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Pressemitteilung

 

                                                                                                                              09.02.2021

Trafen sich zum Dialog über die Lage der Friseure: (v.l.) Volkan Baran MdL (SPD), Sabine Poschmann MdB (SPD) und Frank Kulig, Obermeister der Friseur-Innung Dortmund und Lünen Foto: Innung

Friseur-Innung Dortmund und Lünen informiert die Abgeordneten Sabine Poschmann MdB (SPD) und Volkan Baran MdL (SPD) über die prekäre Lage der Betriebe / Unternehmen brauchen unbürokratische Umsetzung staatlicher Hilfsprogramme

 Wie ernst ist die Situation in den Friseurbetrieben in Dortmund und Lünen? Was kann und muss getan werden, um den Unternehmen zu helfen? Angesichts jüngst in den sozialen Medien bekannt gewordener bewegender Einzelfälle informierten sich Sabine Poschmann MdB (SPD) und Volkan Baran MdL (SPD) auf Einladung der Friseur-Innung Dortmund und Lünen jetzt im direkten Dialog über die Lage der Betriebe in der Region. Obermeister Frank Kulig und der stellvertretende Obermeister Marcel Kamin standen den Politikern im Rahmen eines kurzfristig anberaumten Austauschs Rede und Antwort zur Situation der Branche. Dabei wurde klar, dass Einzelfälle zwar keineswegs repräsentativ für die ganze Branche sind, die Friseure aber doch deutliche Verbesserungen bei der Umsetzung staatlicher Hilfen fordern. „An einigen Stellen läuft es rund, an anderen gar nicht“, so Obermeister Frank Kulig vor den Politikern. „Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, brauchen aber vor allem dringend eine beschleunigte Umsetzung weiterer Hilfsprogramme.“ Als Unternehmer sei man zwar bis zu einem gewissen Grad mit Rücklagen auf Umsatzschwankungen vorbereitet, allerdings brächten sieben Wochen Lockdown die Friseurbetriebe wirtschaftlich zunehmend in eine schwierige Situation, die nicht jeder Salon überleben werde. In diesem Zusammenhang sprachen die Vertreter der Innung auch das Thema „Unternehmerlohn“ an, bei dem es um ein Grundeinkommen für Betriebsinhaber geht, die ansonsten derzeit kein persönliches Einkommen haben. Sabine Poschmann berichtete, dass die Überbrückungshilfe III ab Mitte Februar, voraussichtlich noch in dieser Woche, beantragbar sein solle. Möglich sei dann auch die Beantragung von Abschlägen für mehrere Monate, sodass die Liquidität im Februar gesichert werden könne.

 Hausbesuche und Schwarzarbeit sind kein Ausweg

Als fatal bewerteten sowohl die Innung als auch die Politiker bei dem Gespräch die derzeitige Tendenz zu Hausbesuchen und Schwarzarbeit in der Branche. „Wir wissen, dass es ein leichter Ausweg ist, um Kunden zu halten und Geld zu verdienen“, so der stellvertretende Obermeister Marcel Kamin. „Aber privat sind die Hygienevorschriften noch weitaus schlechter einzuhalten als in den Salons. Da ist zu kurz gedacht und gefährdet nicht nur unsere Kunden sondern auch uns selbst.“ Darum ruft die Innung alle Friseure in Dortmund und Lünen dazu auf, kein Risiko einzugehen und dem Druck nicht nachzugeben.

 Sorgen der Betriebe wahrgenommen

Bereits vor einer Woche hatte die Innung im Rahmen eines Online-Seminars ihre Mitgliedsunternehmen durch eine Steuerberatungsgesellschaft ausführlich über Fördermöglichkeiten und deren Abruf informieren lassen. Dabei war deutlich geworden, dass bürokratische Hürden ein wesentliches Hindernis bei der Beantragung und Bewilligung von Fördergeldern sind. „Wir nehmen die Sorgen und Nöte unserer Mitgliedsbetriebe sehr ernst und erhoffen uns von dem Gespräch mehr Aufmerksamkeit für unsere Anliegen”, so Obermeister Frank Kulig nach dem Treffen. „Warme Wort und das Beklagen von Mängeln helfen allein nicht. Es muss jetzt gehandelt werden.”

 

Kontakt und Nachfragen:

 

Friseur-Innung Dortmund und Lünen
Geschäftsführer Ludgerus Niklas
Lange Reihe 62
44143 Dortmund
Tel.: 0231 5177-142
Fax: 0231 5177-197
E-Mail: niklas@handwerk-dortmund.de

www.handwerk-dortmund.de

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