Handwerk in NRW vermittelt Zuversicht in der Corona-Krise

Veröffentlicht am 17.04.2021 11:11 von Redaktion

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WHKT-Frühjahrs-Vollversammlung: 

»Wir wollen als Handwerk nicht nur Stabilitätsanker sein, sondern Antreiber für die Zukunft.« – Hans Hund, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags

Foto: WHKT

Die Spitzenvertretungen der nordrhein-westfälischen Handwerkskammern haben sich im Rahmen der Vollversammlung des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT) am 13. April 2021 digital mit dem Chef der Staatskanzlei in NRW, Nathanael Liminski, getroffen. WHKT-Präsident Hans Hund bedankte sich dabei für das vertrauensvolle und intensive Zusammenwirken zwischen Handwerk und Land NRW.

In seinem Bericht zur Lage des Handwerks betonte er, dass sich der eingeschlagene europäische Weg zur Bekämpfung der Corona-Pandemie langfristig auszahlen werde. Natürlich müsse sich die Politik der Kritik stellen. Vieles hätte in den vergangenen Monaten besser laufen können. »Aber die Kritik ist an vielen Stellen mittlerweile auch maßlos geworden bis hin zum Hass, zum Beispiel in den sozialen Netzwerken. Meckern allein bringt unser Land aber nicht nach vorn. Zur DNA des Handwerks gehört, dass wir Probleme eben nicht nur bemeckern, sondern mit anpacken.«

Weiter betonte WHKT-Präsident Hund: »Auch wenn wir insgesamt eine Spaltung der Konjunktur erleben, so sind es unterm Strich gerade die Betriebe des Handwerks, die das vergangene Jahr verhältnismäßig gut hinbekommen haben. Das ist zuvorderst ein Verdienst der 1,2 Mio. Handwerkerinnen und Handwerker und ihrer beruflichen Qualifikation. Auch daraus folgt unsere Botschaft für junge Leute, die jetzt ins Berufsleben starten: Wir brauchen Euch. Nutzt jetzt Eure Chancen einer Ausbildung im Handwerk!«

Weil das Gesamthandwerk stabil und stark sei, habe man Solidarität mit den Handwerksbetrieben in Not üben können. »In dieser Krise ist der Platz der Handwerkskammer zuallererst an der Seite der Betriebe in Not«, erklärte Hans Hund, der sich für den großen Einsatz der Betriebsberatung bedankte.

An die Betriebe gewandt, forderte Präsident Hund diese auf, bei der Bekämpfung der Pandemie nicht nachzulassen und die Hygieneregeln streng zu beachten – auf jeder Baustelle und bei jedem Kunden. Gemeinsam müsse alles dafür getan werden, dem Virus keine Chance zu geben.

Trotz des andauernden Corona-Krisenmanagements sei es dem NRW-Handwerk gelungen, bei den wichtigen Zukunftsthemen Fachkräftesicherung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit wichtige Schritte nach vorn zu machen, erklärte der Hauptgeschäftsführer des WHKT, Matthias Heidmeier, in der Vollversammlung. »Ich bin davon überzeugt, dass wir alle Chancen haben, nach Corona einen Aufbruch für mehr Wachstum, mehr Beschäftigung und mehr Innovation auch im Handwerk zu erleben«, sagte Heidmeier. Dafür brauche es die passenden politischen Rahmenbedingungen und faire Wettbewerbschancen für die kleinen Unternehmen.

Im Austausch mit Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei und Staatssekretär, fasste dieser die Lage wie folgt zusammen: »Das hinter uns liegende Coronajahr hat uns allen viel abverlangt – neben persönlichen Tragödien und Existenzängsten auch viel Geduld, Kompromisse und Rückschläge. Mein ausdrücklicher und herzlicher Dank gilt dem Handwerk in Nordrhein-Westfalen für die gute Zusammenarbeit und hervorragende Unterstützung im Kampf gegen die Pandemie, den wir nur gemeinsam gewinnen können. Die Landesregierung setzt sich weiter für eine zuverlässige Perspektive und klare Strategie für die Wirtschaft ein. Mit einer großen, gemeinsamen Kraftanstrengung – klaren und deutlichen Regeln, der Beschleunigung der Impfoffensive, dem wachsenden Einsatz von Selbst- und Schnelltests und der zunehmenden Nutzung digitaler Lösungen bei der Kontaktnachverfolgung – gehen wir große Schritte auf dem Weg zu verlässlichen Prognosen und Zusagen für die Branche.«

Westdeutscher Handwerkskammertag
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