Berufliche Weiterbildung im Handwerk stärken

Veröffentlicht am 27.09.2022 11:06 von NH-Nachrichten

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Zu der am 27. September 2022 bekannt gegebenen Fortsetzung der Nationalen Weiterbildungsstrategie erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks
Foto: ZDH/Boris Trenkel

„Es ist eine gute Nachricht, dass die 2019 von der Bundesregierung initiierte Nationale Weiterbildungsstrategie unter Beteiligung der Wirtschafts- und Sozialpartner fortgesetzt wird. Der ZDH als Partner der Nationalen Weiterbildungsstrategie sieht es besonders positiv, dass sich die Strategie auf die ökologische und digitale Transformation in den Betrieben fokussiert und darauf, die Höhere Berufsbildung zu stärken, das Aufstiegs-Bafög auszubauen und die Weiterbildung zu digitalisieren.

Den Betrieben des Handwerks kommt bei der ökologischen und digitalen Transformation eine zentrale Rolle zu, da sie es sind, die beispielsweise energieeffiziente Heizungssysteme in Gebäuden installieren und Photovoltaikanlagen auf die Dächer bringen, die die energetische Sanierung von Gebäuden übernehmen und Fahrzeuge mit alternativen Antrieben warten. Sie sind damit Umsetzer der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung. Um die anspruchsvollen und zukunftsweisenden Klima-, Energie- und Verkehrsziele der Bundesregierung zu erreichen, benötigt das Handwerk dringend mehr beruflich qualifizierte Fachkräfte.

Die Betriebe des Handwerks engagieren sich, alle motivierten Personen, die als Umsetzer im Handwerk mit anpacken wollen, zu integrieren und zu qualifizieren. Dabei helfen die vielfältigen Bildungsangebote in der beruflichen Weiterbildung, wie Anpassungsfortbildungen, Qualifizierungsbausteine oder die Validierung von Berufserfahrungen. Allerdings sind die in der beruflichen Weiterbildung vorhandenen Qualifizierungswege und deren Fördermöglichkeiten noch immer zu wenig bekannt und nicht ausreichend auf die kleinbetrieblichen Strukturen der Handwerksbetriebe ausgerichtet.

 

Bei der Umsetzung der Nationalen Weiterbildungsstrategie müssen die Strategiepartner daher nun dafür sorgen, dass die Potentiale von Weiterbildung und die damit verbundenen Entwicklungswege besser sichtbar werden. Wir fordern den Bund und die Länder auf, die Höhere Berufsbildung weiter zu stärken, indem das Aufstiegs-Bafög zeitnah ausgebaut und die neuen Bachelor- und Master Professional-Abschlüsse flächendeckend eingeführt werden. Außerdem müssen bei der Digitalisierung der Weiterbildung die Kompetenzen der Wirtschafts- und Sozialpartner einbezogen werden, denn sie kennen die diesbezüglichen Bedarfe von Betrieben und Beschäftigten.“

 

Zentralverband des Deutschen Handwerks

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