Konjunkturbericht der Ruhr-IHKs zeigt pessimistisches Stimmungsbild der Wirtschaft

Veröffentlicht am 27.10.2022 12:46 von NH-Nachrichten

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idr 2022/1521 (Krö)
25.10.2022

Ruhrgebiet
Wirtschaft

Dortmund/Metropole Ruhr (idr). Hohe Energiepreise und Inflation belasten die Wirtschaft in der Metropole Ruhr massiv. So pessimistisch wie derzeit waren die Unternehmen der Region zuletzt als Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise Anfang 2009. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der Ruhr-Industrie- und Handelskammern. Stark eingebrochen sind vor allem die Erwartungen. Die zukünftige Geschäftslage sieht mehr als jeder zweite Betrieb (52 Prozent) pessimistisch. Vor einem halben Jahr erwartete nur jedes sechste und vor einem Jahr jedes siebte Unternehmen eine negative weitere Entwicklung.

Insgesamt bewerten 82 Prozent aller befragten Unternehmen im Ruhrgebiet ihre aktuelle Geschäftslage mit gut oder befriedigend. Zum Jahresbeginn waren es 84 Prozent und vor einem Jahr 87 Prozent. Von schlechten Geschäften berichten aktuell 18 Prozent. Hauptproblem sind laut IHK die enormen Preisanstiege bei den Energiekosten und die weltweit gestörten Lieferketten.

Auch der Konjunkturklimaindikator sackte ab. Er fiel um 38 auf 77 Punkte. Einen solchen Absturz des Geschäftsklimas hat es seit dem Jahr 2003 nicht mehr gegeben. Damals lag der Index bei 68 Punkten.

An der Umfrage der Ruhr-IHKs zum 109. Konjunkturbericht haben von Ende September bis Anfang Oktober rund 700 Unternehmen mit 84.000 Beschäftigten teilgenommen. Beteiligt waren die IHKs Dortmund, Duisburg, Essen, Mittleres Ruhrgebiet und Nord Westfalen (Emscher-Lippe-Region).

Informationen unter http://www.ihks-im-ruhrgebiet.de

Pressekontakt: IHK zu Dortmund, Gero Brandenburg, Telefon: 0231/5417-236, E-Mail: g.brandenburg@dortmund.ihk.de

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