Immer mehr ältere Erwerbstätige in NRW

Veröffentlicht am 16.01.2023 08:50 von NH-Nachrichten

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2021 waren in NRW etwa 260 000 Menschen im Alter von 65 bis 79 Jahren
erwerbstätig. Das war etwa jede(r) Zehnte; bei Männern lag der Anteil bei
13,4 Prozent und bei Frauen bei 7,5 Prozent.

Düsseldorf (IT.NRW). Etwa jede(r) zehnte (10,2 Prozent) der 2,55 Millionen
Menschen im Alter von 65 bis 79 Jahren in Nordrhein-Westfalen war im Jahr
2021 erwerbstätig. Männer waren in dieser Altersgruppe mit einem Anteil von
13,4 Prozent häufiger erwerbstätig als Frauen (7,5 Prozent). Wie
Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf
Basis von ersten Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, hatte der Anteil der
älteren Erwerbstätigen im Jahr 2005 bei 3,5 Prozent gelegen.

42,8 Prozent der älteren Erwerbstätigen waren im Jahr 2021 geringfügig
beschäftigt. Im Jahr 2005 hatte dieser Anteil mit 44,1 Prozent noch höher
gelegen. Bei den Frauen war 2021 mehr als die Hälfte (54,1 Prozent) in
geringfügiger Erwerbstätigkeit; bei Männern traf dies nur auf etwa ein
Drittel (35,3 Prozent) zu. Im Vergleich zum Jahr 2005 waren Frauen weniger
häufig geringfügig beschäftigt (62,7 Prozent) während dieser Anteil bei
Männern mit 34,8 Prozent auf ähnlichem Niveau lag.

31,5 Prozent der älteren Erwerbstätigen in NRW waren im Jahr 2021
selbstständig. Bei den 15- bis 64-jährigen Erwerbstätigen lag dieser
Anteil bei 7,3 Prozent. Bei 65- bis 79-jährigen erwerbstätigen Männern
war der Anteil der Selbstständigen mehr als doppelt so hoch (39,8 Prozent)
wie bei den Frauen in dieser Altersgruppe (18,9 Prozent).

Die hier vorgestellten Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, einer seit
1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung
der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen
aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen
der Bevölkerung vor. Die befragten Haushalte übernehmen mit ihren Angaben
einen verantwortungsvollen Beitrag für unsere informierte demokratische
Gesellschaft. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für
politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen, stehen aber auch der
Wissenschaft, der Presse und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern
zur Verfügung.

Der Mikrozensus wurde 2020 methodisch neu gestaltet. Die Ergebnisse für die
Jahre 2020 und 2021 sind deshalb nur eingeschränkt mit denen der Vorjahre
vergleichbar.

Weitere Informationen [1] zu diesen methodischen Änderungen und den
Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf den Mikrozensus 2020 und 2021.
(IT.NRW)

[1] https://www.it.nrw/mikrozensus-881

(16 / 23) Düsseldorf, den 16. Januar 2023

 

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