Wärmepumpen in 2022 extrem gefragt

Veröffentlicht am 01.02.2023 10:34 von NH-Nachrichten

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01.02.2023

Um stolze 53 Prozent ist laut Bundesverband Wärmepumpe (BWP) und Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) im vergangenen Jahr der Absatz von Heizungswärmepumpen gestiegen.

Bild: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e. V.

Insgesamt weist die gemeinsame Absatzstatistik der beiden Bundesverbände für das Jahr 2022 die Installation von 236.000 Heizungswärmepumpen aus. Der Löwenanteil entfiel dabei mit 205.000 Geräten auf Luft-Wasser-Wärmepumpen (+ 61 % gegenüber 2021). Darüber hinaus wurden 104.000 Monoblock-Geräte (+ 68 %) und 65.000 Split-Geräte (+ 49 %) verbaut. Sole-Wasser-Wärmepumpen legten um 15 Prozent zu. Zudem wurden 2022 rund 31.000 erdgekoppelte Anlagen verkauft. Auch die Anzahl der speziell auf die Erwärmung von Trinkwasser ausgelegten Warmwasser-Wärmepumpen erhöhte sich im letzten Jahr stark: um über 90 Prozent auf 45.500 Geräte.

Zur weiteren Beschleunigung des Wärmepumpenausbaus fordert der BWP nun eine rasche und konsequente Umsetzung der angekündigten Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Konkret geht es um die Regelung, dass ab dem kommenden Jahr jede neue Heizung mit mindestens 65 Prozent Erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Die Wärmepumpe würde damit zur Standardlösung.

Ebenso wichtig sind nach Ansicht des BWP weitere Maßnahmen zur Entlastung des Strompreises. So fordert der Verband eine Mehrwertsteuerabsenkung auf 7 Prozent sowie eine Absenkung der Stromsteuer auf das europarechtlich zulässige Minimum von 0,1 Cent pro Kilowattstunde.

Die Installation von Wärmepumpen stellt auch für die E-Handwerke ein zunehmend interessantes Geschäftsfeld dar. Aktuell – das ergab die im Herbst 2022 durchgeführte ZVEH-Konjunkturumfrage –ist bereits ein Drittel der E-Handwerksbetriebe in diesem Bereich tätig. Weitere 18 Prozent wollen bis 2025 Leistungen im Bereich „Wärmepumpe“ anbieten. Dabei konzentrieren sich die E-Handwerksbetriebe insbesondere auf den Anschluss von Wärmepumpen an das Stromnetz und sind nur zu einem geringeren Anteil im Bereich der Inbetriebnahme und der Anlagen-Planung tätig.

Quelle: BWP / ZVEH

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