Studie zeigt deutlichen Trend zu längerer Teilzeitarbeit – Frauen stabilisieren Arbeitszeiten

Veröffentlicht am 15.05.2024 15:06 von NH-Nachrichten

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idr 2024/631 (ml)
15.05.2024

Duisburg (idr). In Deutschland wird nach wie vor viel gearbeitet – im Schnitt 34,9 Stunden pro Woche. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Arbeitszeitmonitor vom Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen, der die Jahre 2012 bis 2022 umfasst. Im Fokus standen die geschlechtsspezifischen Arbeitszeiten. Ein zentrales Ergebnis: Vor allem die Arbeitszeiten von Müttern haben sich im Zeitvergleich deutlich erhöht. Auffällig ist, dass sich die Arbeitszeiten von Männern im Zeitvergleich verkürzt haben, während bei Frauen ein Trend zu längerer Teilzeit festzustellen ist. In der Gesamtbetrachtung führt das zu konstanten Arbeitszeiten (Männer: 38,5 Stunden, Frauen 31,0 Stunden).

Die Erwerbstätigenquote ist laut Analyse leicht angestiegen und lag 2022 bei 80,5% (Männer) bzw. 73% (Frauen). Der Blick auf die geschlechtsspezifischen Arbeitszeiten zeigt leichte Schwankungen: Während die durchschnittliche Arbeitszeit der Männer im Beobachtungszeitraum um 0,7 Stunden auf 38,5 Stunden gesunken ist, ist die der Frauen um genau diesen Wert auf 31,0 Stunden gestiegen. Die klassische 40-Stunden-Woche hat in den letzten 10 Jahren an Attraktivität verloren (2012: Männer 45,5%; Frauen 25%; 2022: Männer 42,7%; Frauen 22,2%), zugleich zeigt sich ein Trend zu längerer Teilzeitarbeit. Lag die durchschnittliche Arbeitszeit in Teilzeit 2012 noch bei 18,9 Stunden, so liegt sie 2022 bereits bei 22,1 Stunden.

Pressekontakt: Universität Duisburg-Essen, Katja Goepel, Telefon: 0203/3791836, E-Mail: katja.goepel@uni-due.de

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