idr 2021/1525 (Krö)
21.10.2021
Ruhrgebiet
Kulturelles, Vermischtes
Dortmund (idr). Bei Arbeiten für den Radwall Dortmund hat ein Archäologen-Team die Reste des Schwanenturms an der ehemaligen Stadtmauer entdeckt. Freigelegt werden konnte das vollständige, 7,1 mal 5,5 Meter große Fundament des Turms aus dem 14. Jahrhundert sowie ein knapp zehn Meter langes Teilstück der Hauptmauer. Der Schwanenturm wurde, wie auch alle anderen Türme der Stadtbefestigung, als nachträgliche Sicherungsmaßnahme im 14. Jahrhundert außen vor die Mauerschale der Stadtmauer gesetzt. Nach dem Rückbau des Turms 1832 war das Grundstück seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1945 mit dem Gebäude Schwanenwall Nr. 45 überbaut.
Der Fund wird nun zunächst durch eine Sand- und eine darüber liegende Vliesschicht vor Witterungseinflüssen geschützt. Da die Stadtmauer nur wenige Zentimeter unter der heutigen Asphaltschicht liegt, wird diese mit einem blau-grauen Flüssigboden übergossen, der später leicht abgetragen werden kann.
Derzeit wird geprüft, wie der Schwanenwall als wichtiges und außergewöhnliches Stück des mittelalterlichen Befestigungsbollwerks sichtbar und erfahrbar gemacht werden kann. Eine Idee wäre eine Stahlgitter-Brücke für den Radverkehr, um das Bodendenkmal zu überbrücken und darunter zu präsentieren.
Bereits vor zwei Monaten waren bei Tiefbauarbeiten für den Radwall bisher unbekannte Elemente der mittelalterlichen Stadtbefestigung entdeckt worden.
Pressekontakt: Stadt Dortmund, Pressestelle, Christian Schön Telefon: 0231/50-25677, E-Mail: cschoen@stadtdo.de
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