Redaktion

 

Geschäftsklima abgeschwächt; Bau und Ausbau werden durch Materialmangel und hohe Rohstoffpreise ausgebremst

Die anhaltende Covid-19-Pandemie prägt die Stimmung im Handwerk: Nur noch 81 Prozent sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden (Herbst 2020: 84 Prozent / Frühjahr 2020, unmittelbar vor dem ersten Lockdown: 93 Prozent). Vergleichbare Einschätzungen gab es zuletzt vor acht Jahren. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Gewerksgruppen sind groß. Während das Bauhaupt- und das Ausbaugewerbe (beide über 90 Prozent) weiterhin vergleichsweise gut durch die Pandemie kommen, ist die aktuelle Geschäftslage im KFZ-Handwerk (76 Prozent) oder im Gesundheitsgewerbe (77 Prozent) eher angespannt. Dramatisch sieht es bei den Personenbezogenen Dienstleistungen aus: Gerade einmal 48 Prozent der Betriebe sind noch mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Ein noch nie dagewesener Tiefstwert!


Zahl der Erwerbstätigen im Ruhrgebiet hat zugenommen

Die Zahl der Erwerbstätigen in der Metropole Ruhr ist gestiegen. Für das Jahr 2019 ermittelte das Statistik-Team des Regionalverbandes Ruhr (RVR) 2.470.400 Erwerbstätige. Das waren 0,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Grundlage waren Daten des Landesamtes IT.NRW. Im produzierenden Gewerbe stieg die Zahl von 475.900 (2018) auf 480.400 (2019). Nach Köln (787.500 Erwerbstätige) und Düsseldorf (550.800) wies Essen (339.200) die höchste Zahl Erwerbstätiger in NRW aus.


Jetzt bewerben für den Innovationspreis Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen 2021

Neue technologische Entwicklungen und Verfahren können Handwerksbetriebe in Nordrhein-Westfalen bei der digitalen Transformation unterstützen. Mit dem „Innovationspreis Handwerk“, der in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen wird, will die Landesregierung die besten Ideen auszeichnen: Der mit jeweils 10 000 Euro dotierte Preis wird vergeben an einen herausragenden Betrieb mit weniger als zehn Beschäftigten sowie an ein Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.


Kompakt und vielfältig

Ein Tag, 14 Vorträge und in der Spitze mehr als 100 Teilnehmer – allein die Zahlen der nationalen, in diesem Jahr in Kooperation mit der Fachzeitschrift „ema“ veranstalteten EMA-Tagung 2021 sprechen für sich. Denn obwohl die eigentlich in Leipzig geplante Veranstaltung Corona-bedingt in den digitalen Raum verlegt werden musste, beeindruckte sie mit einer Themen- und Referentenvielfalt und rekordverdächtigen Teilnehmerzahlen. So schalteten sich in der Spitze mehr als 100 Teilnehmer zu den Vorträgen und Diskussionen zu, darunter nicht nur Innungsmitglieder, sondern auch Vertreter von Industrie- und Herstellerunternehmen sowie Nicht- Innungsmitglieder. Für Letztere war die Teilnahme kostenpflichtig.


Aktion Kesseltausch: Rekordzahlen bereits zur Halbzeit

Bereits zur Halbzeit verzeichnet die noch bis Ende Juni laufende Kesseltauschaktion rekordverdächtige 6.474 bewilligte Teilnahmeanträge. Im Vergleichszeitraum 2020 waren es 3.780 Anträge. Sicherlich sind die drei zusätzlichen Mitstreiter, die SHK-Landesfachverbände Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg, wichtige Treiber, aber auch die Wiederholungstäter NRW, Bayern, Rheinland-Rheinhessen, Pfalz, Hessen und das Saarland freuen sich über deutlich höhere Teilnahmequoten. Insgesamt waren in den acht Bundesländern 1.695 Innungsfachbetriebe aktiv.


Tischler NRW verpflichtet Julian Nagelsmann

Das ist eine echte Sensation mit Langzeiteffekt: Denn bereits zum Antritt des Traineramtes beim FC Bayern München liegt Julian Nagelsmann eine attraktive Ausstiegsoption vor – unterschriftsreif und gut dotiert. Das Angebot ist eine Reaktion auf eine Initiativbewerbung des Fußballlehrers, der seinen Start bei den Bayern mit der Ankündigung verknüpft hat, dass er sich sehr gut auch eine Ausbildung zum Tischler nach der Trainerkarriere vorstellen könne. „Wir haben uns über Julians Bewerbung sehr gefreut, auch wenn die unkonventionelle Art über die Medien zumindest mal außergewöhnlich war“, äußert sich Dr. Johann Quatmann, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Tischler NRW in Dortmund, zu den Hintergründen.


Klage gegen Audi im Gender-Streit

Der Gender-Streit bei Audi geht in die nächste Runde: Nachdem der Autobauer die Unterlassungserklärung gegen den Gender-Leitfaden nicht unterschrieben hat, reichen die Anwälte des Klägers jetzt eine Klage beim Landgericht Ingolstadt ein. Damit soll der klagende VW-Mitarbeiter davon befreit werden, eine falsche und aufgezwungene Sprache nutzen zu müssen. „Auch wenn der Kläger beim Mutterkonzern VW arbeitet: Sein Arbeitsbereich überschneidet sich mit dem von Audi und er erhält bezüglich der zu verwendenden Sprache konkrete Anweisungen von Audi-Mitarbeitern. Daher ist er von dem Gender-Unfug direkt betroffen“, sagt Dirk Giesen (Düsseldorf), der den Kläger gemeinsam mit Burkhard Benecken (Marl) vertritt, auf Anfrage des Vereins Deutsche Sprache (VDS).


Berufliche Orientierung in Pandemiezeiten gemeinsam gestalten

Bei einem Gespräch mit dem Vorstand des Unternehmerverbandes Handwerk NRW (UVH) bekräftigte die Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW, Yvonne Gebauer, dass trotz der pandemiebedingten Einschränkungen die Umsetzung der Beruflichen Orientierung an den Schulen sowie Praxiseinblicke in die betriebliche Ausbildung aufrechterhalten bleiben müssen.


Innovationspreis Handwerk 2021:  Bewerbungsphase für Handwerksbetriebe gestartet

Von heute an können sich Handwerksbetriebe bis zum 16. Juli 2021 online für die Teilnahme am Innovationspreis 2021 unter www.whkt.de/innovationspreis2021 bewerben. 


Ch@nge Ruhr fördert Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen

Den digitalen Wandel in kleinen und mittleren Betrieben mit konkreten Angeboten zu unterstützen, ist das Ziel des Projekts Ch@nge Ruhr. Das Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen koordiniert das Vorhaben, an dem außerdem die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Duisburg-Essen und die Technische Universität Dortmund beteiligt sind. Das Land NRW fördert das Projekt der Ruhr-Konferenz bis Ende 2022 mit mit 811.000 Euro.