Untersuchung zur Belastung durch Hitze- und UV-Strahlung von Beschäftigten im Freien
Dortmund – Der Klimawandel verändert zunehmend die Arbeitsbedingungen. Höhere Temperaturen und damit mehr Hitzestress sowie zunehmende UV-Strahlung erhöhen die gesundheitlichen Risiken für Beschäftigte, die im Freien arbeiten. Auch Tätigkeiten, die bisher weniger im Fokus standen, etwa in der Transportlogistik oder in Kindergärten, sind davon betroffen. Gleichzeitig treten extreme Wetterlagen wie Hitzewellen immer häufiger auf. Diese Entwicklungen stellen den Arbeits- und Gesundheitsschutz vor neue Herausforderungen.
Um besser zu verstehen, wie sich klimatische Veränderungen konkret auf die Arbeitsbeanspruchung im Außenbereich auswirken, führt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) eine Feldstudie durch. Dabei werden Beschäftigte während ihrer regulären Arbeit sowie auf ihren Arbeitswegen begleitet. Sie tragen eine Armbanduhr zur Erfassung der körperlichen Aktivität und Herzfrequenz sowie ein kleines Messgerät am Oberarm, das UV-Strahlung und Umgebungswärme misst. Die Erhebung findet jeweils zwei Wochen lang im Frühjahr, Sommer und Herbst statt.
Für diese Feldstudie sucht die BAuA Betriebe, deren Beschäftigte regelmäßig im Freien arbeiten, zum Beispiel im Hoch- und Tiefbau, im Zustelldienst oder im Bereich der Erziehung. Ziel ist es, die körperliche Beanspruchung durch Hitze und Sonneneinstrahlung besser zu erfassen und daraus Handlungsempfehlungen für den Arbeitsschutz abzuleiten. Gleichzeitig untersucht die BAuA, wie bestehende Schutzmaßnahmen verbessert und an längere Hitzeperioden angepasst werden können. Auch der Einsatz innovativer Technologien, etwa Sensorik oder Assistenztechnologien, wird berücksichtigt.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Internetseite.
Forschung für Arbeit und Gesundheit
Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden arbeiten rund 750 Beschäftigte.
Quelle:
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Telefon: +49 (0) 231 9071-0
Telefax: +49 (0) 231 9071-2454
E-Mail: poststelle@baua.bund.de
Internet: www.baua.de
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