ZDH und Deutsche Stiftung Denkmalschutz rufen zur Teilnahme auf
Kammerbezirk. Was haben eine Burg, ein Bürohaus, ein Torhaus und ein Fachwerkbau gemeinsam? Alle vier wurden bereits mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege ausgezeichnet, den der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2026 erneut in Nordrhein-Westfalen ausloben. Eigentümerinnen und Eigentümer von Denkmalen sowie qualifizierte Handwerksbetriebe sind eingeladen, sich zu bewerben.
Ausgezeichnet werden private Denkmaleigentümerinnen und -eigentümer, die gemeinsam mit qualifizierten Handwerksbetrieben bei der Erhaltung ihrer Denkmale seit 2017 Vorbildliches geleistet haben, sowie die ausführenden Betriebe unterschiedlichster Gewerke für ihre Leistungen, die sie an den Denkmalen erbrachten. Für die Eigentümerinnen und Eigentümer stehen Preisgelder in Höhe von insgesamt 30.000 Euro bereit, die Handwerksbetriebe erhalten Urkunden. Die »Allgemeinen Vergaberichtlinien« und den »Anmeldebogen« finden Sie unter www.denkmalschutz.de/bundespreis.
Mit dem Preis wollen Handwerk und Denkmalpflege für die erforderliche hohe Qualität bei den Restaurierungsarbeiten an Denkmalen gerade im Privatbesitz werben. Den Eigentümerinnen und Eigentümern von Denkmalen soll durch gute Vorbilder Mut gemacht werden, bei der Erhaltung ihrer historischen Bauten die Leistungsfähigkeit qualifizierter Handwerksbetriebe für ein nachhaltiges Ergebnis zu nutzen. Andererseits soll der Preis Handwerkerinnen und Handwerker auf das Arbeitsfeld Denkmalpflege aufmerksam machen, für das in den Fortbildungszentren des Handwerks Fortbildungen und Zusatzqualifikationen angeboten werden. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz vergibt dazu auch Stipendien.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: »Das Handwerk ist Motor von Wandel und zugleich Bewahrer unserer Geschichte. Wer in der Denkmalpflege arbeitet, verbindet traditionelles handwerkliches Wissen mit kultureller Verantwortung. Der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege würdigt das herausragende Können und die Leidenschaft, mit der unser kulturelles Erbe bewahrt wird. Mit der Verleihung des Preises in Nordrhein-Westfalen setzt die Landesregierung ein klares Zeichen der Wertschätzung für das Handwerk und für den Erhalt unserer Baukultur. Ich lade alle Handwerkerinnen und Handwerker ein, sich zu bewerben und zu zeigen, wie viel Zukunft in ihrer Arbeit steckt.«
Berthold Schröder, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages und der Handwerkskammer Dortmund: »Die Denkmalpflege verbindet auf einzigartige Weise Tradition, handwerkliche Exzellenz und Zukunftsfähigkeit. Mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege werden nicht nur herausragende handwerkliche Leistungen gewürdigt, sondern auch das Engagement jener Menschen, die unser kulturelles Erbe bewahren und zugleich mit innovativen Lösungen in die Zukunft führen. Dieser Preis setzt ein starkes Zeichen für die Bedeutung des Handwerks als Träger von Identität, Qualität und Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft.«
Die Ausschreibung des Preises in Nordrhein-Westfalen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland sowie der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, der Architektenkammer und dem Westdeutschen Handwerkskammertag.
Der Preis wurde in Nordrhein-Westfalen zuletzt 2017 ausgelobt. Die Preisverleihung wird am 13. Oktober 2026 im Beisein des Ministerpräsidenten stattfinden.
Vorschläge und Bewerbungen aus Nordrhein-Westfalen werden von Handwerksbetrieben, Architektinnen und Architekten, Denkmalpflegerinnen und -pflegern sowie privaten Bauherrinnen und -herren bis zum 26. April 2026 an den Zentralverband des Deutschen Handwerks, Mohrenstraße 20/21, 10117 Berlin, bundespreis@zdh.de, erbeten.
Ansprechpartnerin:
Dr. Nicoline Bauers, Zentralverband des Deutschen Handwerks, Anton-Wilhelm-Amo-Straße 20/21, 10117 Berlin,
Tel.: 030-20 619-336, Fax: 030-20 619 59-336, E-Mail: bauers@zdh.de.
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