Schulministerin Dorothee Feller zu Gast bei der WHKT-Vollversammlung

 

Jochen Renfordt, WHKT-Vizepräsident, Ludwig Thiede, Herausgeber der App LifeTeachUs, Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW, Berthold Schröder, WHKT-Präsident, Dr. Florian Hartmann, WHKT-Hauptgeschäftsführer, Alexander Hengst, WHKT-Vizepräsident (v. l. n. r.) | Foto: WHKT/RG

Die Frühjahrs-Vollversammlung des Westdeutschen Handwerkskammertages (WHKT) in Raesfeld stand in diesem Jahr ganz im Zeichen zentraler bildungspolitischer Herausforderungen. Neben der Verabschiedung zweier Positionspapiere nutzten die Delegierten die Gelegenheit zum Austausch mit der nordrhein-westfälischen Ministerin für Schule und Bildung, Dorothee Feller. Im Mittelpunkt standen die zunehmenden Rückmeldungen aus den Ausbildungsbetrieben über nachlassende schulische Kompetenzen sowie ein verändertes Verhalten vieler Ausbildungssuchender.

Bildung als ein Schlüsselthema des Handwerks
WHKT-Präsident Berthold Schröder betont die Bedeutung einer starken schulischen Basis für die duale Bildung: »Bildungsthemen waren erneut ein sehr wichtiger Teil unserer WHKT-Vollversammlung. Wir brauchen Strategien, um deutlich bessere Allgemeinbildung am Ende der Schulzeit zu erreichen und NRW zu den TOP Berufsbildungsländern in Deutschland zu machen. In den ersten zehn Schuljahren kommt es nicht nur auf die klassischen Kulturtechniken an, sondern auch auf mehr Anwendungs- und Praxisbezug, um die junge Generation auf die Zukunft vorzubereiten.«

Ministerin Dorothee Feller würdigte den Austausch mit dem Handwerk und ging auf aktuelle bildungspolitische Maßnahmen ein: »Wir legen in den Schulen einen klaren Fokus darauf, junge Menschen bestmöglich für die Zeit nach der Schule vorzubereiten – unter anderem mit der Stärkung von Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik, mit der Vermittlung sozial-emotionaler Kompetenzen und mit einer verbesserten Verzahnung von Schule und Beruf. Unsere Berufskollegs spielen hierbei mit ihrem großen Angebot an Bildungsgängen und Abschlüssen eine entscheidende Rolle. Die Initiative „fit for life“, die wir gemeinsam mit Ute von Lojewski, Professorin für Betriebswirtschaftslehre und ehemalige Präsidentin der Hochschule Münster, geboren haben und nun nach und nach erweitern, bringt zudem Expertinnen und Experten aus verschiedenen Berufen mit Schülerinnen und Schülern zusammen und fördert schon früh das Verständnis für die Berufswelt. Wir freuen uns darüber, dass diese Initiative auf immer mehr Interesse stößt und immer mehr Partner gewinnt.«

Kooperationsvereinbarung zur App LifeTeachUs: Ehrenamt und Schule zusammenbringen
Ein weiterer Schwerpunkt der Vollversammlung war die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem WHKT und dem Herausgeber der App LifeTeachUs. Die Plattform bringt ehrenamtlich Engagierte und Schulen zusammen, um Unterrichtsausfälle abzufedern und lebenspraktische Inhalte stärker in den Schulalltag zu integrieren.

WHKT-Hauptgeschäftsführer Dr. Florian Hartmann zur doppelten Wirkung der Kooperation: »Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit dem Herausgeber der App LifeTeachUs können wir gleich zwei Vorteile miteinander verbinden. Bei steigendem Unterrichtsausfall bekommen die Schulen stundenweise ehrenamtliches ‚Personal‘, um sich mit lebenspraktischen Themen zu beschäftigen. Gleichzeitig bietet diese Plattform eine unkomplizierte Vermittlung von Handwerkerinnen und Handwerkern für den Einsatz in Schulen, sodass auch dieser wichtige Wirtschaftsbereich in Schule sichtbarer wird. Ein kleiner lohnenswerter Mosaikstein, um jungen Menschen neben Theorie auch mehr Praxis zu vermitteln.«

Verabschiedete Positionspapiere
Die Vollversammlung verabschiedete zwei zentrale Papiere, die die strategische Ausrichtung der Handwerkskammern in NRW unterstreichen:

  • NRW muss Berufsbildungsland Nummer 1 werden. Eine mittel- bis langfristige Perspektive.
  • Modell eines flexiblen Mutterschaftsausgleichs für Selbständige.

Die Positionspapiere sind zu finden unter www.whkt.de/positionen.

 

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