Bochumer Studie: Reduzierte Smartphone-Nutzung steigert Lebenszufriedenheit

Veröffentlicht am 20.04.2022 11:00 von Redaktion

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idr 2022/531 (GaNe)
20.04.2022

Ruhrgebiet, NRW
Wissenschaft & Forschung, Vermischtes

Bochum (idr). Weniger Smartphone, mehr Wohlbefinden: So lässt sich eine neue Studie des Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit der Ruhr-Universität Bochum zusammenfassen. Die Psychologen untersuchten, wie sich komplette Abstinenz oder eine Reduzierung des Smartphone-Nutzung auswirken. Langfristig am besten ging es denen, die die Nutzung reduziert hatten.

Mehr als drei Stunden täglich sind Nutzer im Durchschnitt mit dem Smartphone beschäftigt. Für die Untersuchung verglichen die Forscher, wie sich der komplette Stopp gegenüber einer einstündigen Reduktion der täglichen Zeit am Display und der unbeeinflussten Weiternutzung auswirkt. Direkt im Anschluss an das einwöchige Experiment sowie einen und vier Monate später befragten sie die Teilnehmer nach ihren Lebensgewohnheiten und ihrem Befinden. Ergebnis: Sowohl der komplette Verzicht als auch eine verkürzte Nutzung hatten positive Effekte: Die Lebenszufriedenheit und die Zeit körperlicher Aktivität stiegen, Depressions- und Angstsymptome sowie der Nikotinkonsum gingen zurück.

Die Nutzungsgewohnheiten änderten sich bei den Versuchspersonen auch langfristig: Vier Monate nach dem Ende des Experiments nutzten die Mitglieder der Abstinenzgruppe ihr Smartphone durchschnittlich 38 Minuten pro Tag weniger als zuvor. Die Teilnehmer der Reduktionsgruppe verbrachten sogar 45 Minuten weniger pro Tag am Handy.

Pressekontakt: Ruhr-Universität Bochum, Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit, Dr. Julia Brailovskaia, Telefon: 0234/32-21506, E-Mail: julia.brailovskaia@rub.de

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