Neue Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen gegründet

Veröffentlicht am 01.06.2023 16:40 von NH-Nachrichten

Views: 725

Pressemitteilung

Dortmund, 01.06.2023

 

Die Kreishandwerkerschaft Hagen und die Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen fusionieren zum 1. Juli / Gründungsversammlung wählt neuen Vorstand für eine der größten Handwerksorganisationen des östlichen Ruhrgebiets / Neue Strukturen stellen wichtige Weichen für die Zukunft des Handwerks in der Region

 

Vertragsunterzeichnung mit (v.l.) sitzend Kreishandwerksmeister Bernd Marquardt (Hagen) und Kreishandwerksmeister Dipl.-Ing. Christian Sprenger (Dortmund und Lünen) sowie stehend (v.l.) Geschäftsführer Volker Walters, Geschäftsführer Ass. Sebastian Baranowski (Hagen) und Hauptgeschäftsführer Ass. Joachim Susewind (Dortmund und Lünen).

In einem historischen Akt haben am Mittwoch (31.5.) die obersten Vertreter des freien Handwerks der Städte Dortmund, Hagen und Lünen eine neue gemeinsame Kreishandwerkerschaft aus der Taufe gehoben. Kreishandwerksmeister Dipl.-Ing. Christian Sprenger (Dortmund und Lünen) und Kreishandwerksmeister Bernd Marquardt (Hagen) unterzeichneten zusammen mit den beiden Geschäftsführern Ass. Joachim Susewind und Ass. Sebastian Baranowski den Fusionsvertrag und eine neue Satzung. Zum 1. Juli wird demnach die neue „Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen” als Körperschaft des öffentlichen Rechts entstehen. Sie ist dann eine der größten ihrer Art im Ruhrgebiet und vertritt die Interessen von rund 6.500 Handwerksbetrieben in der Region, organisiert in 34 lokalen Innungen. Glückwünsche zur Neugründung gab es anlässlich der Unterzeichnung vom Oberbürgermeister der Stadt Dortmund Thomas Westphal, vom Oberbürgermeister der Stadt Hagen Erik Olaf Schulz und vom Präsidenten der Handwerkskammer Dortmund Berthold Schröder, die alle nach Herdecke gekommen waren.

Neuer gemeinsamer Vorstand

Bei der konstituierenden Mitgliederversammlung im Hotel Zweibrücker Hof in Herdecke wählten die Delegierten am Mittwoch einen Übergangsvorstand, der zunächst für ein Jahr die Geschicke der neuen Handwerksorganisation leiten wird. Danach stehen 2024 Neuwahlen an. An der ehrenamtlichen Spitze wird es bis dahin mit den beiden bisherigen Kreishandwerksmeistern Dipl.-Ing. Christian Sprenger (Dortmund und Lünen) und Bernd Marquardt (Hagen) eine gleichberechtigte Doppelbesetzung geben. Die Hauptgeschäftsführung übernimmt Ass. Sebastian Baranowski, der schon seit einem Jahr Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hagen ist. Ass. Joachim Susewind, bisher Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen, wird sein Stellvertreter und sich fortan schwerpunktmäßig mit dem geplanten Aus- und Umbau der Werkstätten des Handwerks in Dortmund-Körne beschäftigen. Volker Walters wird noch bis zum Jahresende Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft bleiben.

 

Die Gründungsversammlung mit den Vertretern der Innungen aus den drei Städten Dortmund, Hagen und Lünen wählte in Herdecke den neuen Vorstand.

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden bestimmt:

Stellvertretende Kreishandwerksmeister:

  • Frank Kulig, Obermeister der Friseur-Innung Dortmund und Lünen
  • Ralf Marx, Obermeister der Innung für Sanitär-Heizungs- und Klimatechnik Dortmund und Lünen
  • Klaus Plohmann, Obermeister der Zimmerer-Innung Hagen

 

Kreislehrlingswartin:

  • Cornelia Garneyer-Bergenthal, Vorstandsmitglied der Friseur-Innung Hagen

 

Weitere Vorstandsmitglieder:

  • Karl-Heinz Ester, Vorsitzender des Innungsverbands des Dachdeckerhandwerks Westfalen
  • Detlef Peter Grün, Obermeister der Kfz-Innung Hagen/Ennepe-Ruhr und Bundesinnungsmeister des Kfz-Handwerks und ZDK-Vizepräsident
  • Christoph Haumann, Obermeister der Kraftfahrzeug-Innung Dortmund und Lünen und Stadthandwerksmeister Lünen
  • Kai-Gerhard Kullik, Obermeister der Gebäudereiniger-Innung Dortmund
  • Norbert Neuhaus, Obermeister der Zahntechniker-Innung im Regierungsbezirk Arnsberg
  • -Ing. Thomas Pape, Obermeister der Baugewerbe-Innung Dortmund und Lünen
  • Dirk Sindermann, Obermeister der Dachdecker-Innung Dortmund und Lünen

 

Kooptierte Mitglieder:

  • Matthias Behr, Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung Dortmund und Lünen
  • Bernhard Mertens, Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Arnsberg

 

Die neue Kreishandwerkerschaft wird zwei Geschäftsstellen unterhalten, eine in Dortmund und eine in Hagen, die vernetzt beide mit allen Arbeitsmöglichkeiten für die Geschäftsführung ausgestattet sind.

Strukturen rechtzeitig anpassen

„Der demografische Wandel wird in den kommenden fünf bis zehn Jahren enorme Strukturveränderungen in den Handwerksbetrieben und in den Handwerksorganisationen mit sich bringen. Dem wollen wir jetzt bewusst mit einer freiwilligen Fusion auf Augenhöhe rechtzeitig begegnen und unsere Kräfte bündeln”, beschreibt der neue Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen, Sebastian Baranowski, die Ziele der neuen Handwerksorganisation. „Gleichzeitig wollen wir uns inhaltlich neu aufstellen und aktiv die Transformation von einer eher verwaltenden Organisation des Handwerks hin zu einem modernen Dienstleister für die Betriebe schaffen.” Dazu gehört die Erweiterung des Leistungsangebots mit dem Ausbau beratender Service-Angebote für die Handwerksunternehmen in den Bereichen Wirtschaft, Recht und Arbeitssicherheit ebenso wie neue berufliche Weiterbildungsangebote und die optimierte Organisation der beruflichen Ausbildung. Partner sind hier der Dortmunder Bildungskreis Handwerk e.V. und die Wirtschaftsdienst Handwerk GmbH, beides Tochterunternehmen der bisherigen Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen.

Politisch deutlich stärker

Gleichzeitig entsteht durch die neue Kreishandwerkerschaft als Vertretung von drei Städten auch ein politisches Schwergewicht im östlichen Ruhrgebiet. „Die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, als Handwerker mit einer Stimme zu sprechen, wenn es um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Betriebe geht”, erklärt Kreishandwerksmeister Christian Sprenger. „Da werden wir künftig mehr Mitspracherecht einfordern.” Das wird sich auch konkret in einer stärkeren Vertretung des Handwerks in lokalpolitischen Gremien auswirken. „Es ist für alle unsere Betriebe von existenzieller Bedeutung, dass wir uns auch in Zukunft Herausforderungen wie dem eklatanten Fachkräftemangel, dem Klimawandel und der Energiekrise von einer sicheren und starken Basis aus stellen können”, ergänzt Kreishandwerksmeister Bernd Marquardt. „Dazu haben wir jetzt die zukunftsfähigen Strukturen geschaffen und die Weichen gestellt.” Nach den Vorstandswahlen 2024 soll es gemäß den bisherigen Planungen einen Kreishandwerksmeister geben und zwei Stellvertreter, die dann jeweils Stadthandwerksmeister in den beiden anderen Städten sind und dort auch entsprechendes Gewicht bei der Wahrnehmung handwerklicher Interessen haben.

Fast fünf Jahre Vorbereitungszeit

Die Spitzen der neuen Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen nach der Wahl (vorn v.l.) Kreishandwerksmeister Bernd Marquardt und Kreishandwerksmeister Dipl.-Ing. Christian Sprenger sowie (hinten v.l.) Geschäftsführer Volker Walters, Hauptgeschäftsführer Ass. Sebastian Baranowski, als Gast: Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund und Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT) Berthold Schröder (nicht im Vorstand der neuen KH) und der stellv. Hauptgeschäftsführer Ass. Joachim Susewind.

Die beiden Kreishandwerkerschaften Dortmund und Lünen sowie Hagen hatten bereits im Dezember 2018 einen ersten Kooperationsvertrag geschlossen mit dem Ziel, die Bedingungen für eine Fusion zu prüfen. Ausgebremst durch die Corona-Pandemie hatten die Vorbereitungen jedoch deutlich länger gedauert als zunächst gedacht. 2022 wurde der Kooperationsvertrag darum sogar noch einmal erneuert. „Wir wollten alle unsere Innungen transparent mitnehmen und haben in den vergangenen Jahren die entsprechenden Gremien in Dortmund, Hagen und Lünen gewissenhaft in alle Schritte einbezogen. Es gab so viele Mitgliederversammlungen wie nie zuvor. Wir haben offen kommuniziert und diskutiert. Das hat eine Zeit gedauert”, erläutert Sebastian Baranowski. „Es ging uns letztendlich darum, die ideale Struktur und das bestmögliche Leistungsportfolio für die neue Kreishandwerkerschaft zu finden und durch die Ausnutzung von Synergien und den Ausbau der Digitalisierung auch eine neue optimale Kosteneffizienz in der Verwaltung zu erreichen. Gleichzeitig war es uns ein großes Anliegen, unter Berücksichtigung der normalen zeitlichen Fluktuation die Personalstrukturen zu erhalten und weiter zu straffen, ohne bestehende Arbeitsplätze zu gefährden.” Am 8. Mai votierten die Mitgliederversammlung in Hagen und am 22. Mai die Delegiertenversammlung in Dortmund einstimmig für die Fusion und machten damit den Weg für die Vertragsunterzeichnung frei.

 

Fotos: Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen, Stefan Müller.

Kontakt und Nachfragen
Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen
Hauptgeschäftsführer Ass. Joachim Susewind
Lange Reihe 62 | 44143 Dortmund
Tel: 0231 5177-112 | Fax: 0231 5177-197
www.handwerk-dortmund.de
E-Mail: windmann@handwerk-dortmund.de

 

Kreishandwerkerschaft Hagen
Geschäftsführer Ass. Sebastian Baranowski
Haus des Handwerks
Handwerkerstraße 9 | 58135 Hagen
Tel.: 02331 / 62468 – 10 | Fax: 02331 / 62468 – 66
www.kh-hagen.de
E-Mail: trost@kh-hagen.de

Print Friendly, PDF & Email


(Nächster Beitrag) »



Ähnliche Nachrichten

  • NRW-Inflationsrate liegt im Mai 2024 bei 2,5 Prozent