SHK-Statement zum Thema Hochwasserschutz

Veröffentlicht am 20.07.2017 09:50 von Redaktion

Aufrufe: 149

Verbraucherinfo | 20.07.2017

Mit dem Sommer kommt auch die Zeit der Gewitter. Dabei können Wolkenbrüche schon mal mehr Wasser entladen als der Kanal auf der Straße abführen kann. In den Abwasserrohren der angeschlossenen Häuser steigt das Wasser dabei genauso hoch an. Sind im Haus Ablaufstellen wie Waschmaschinenabfluss, Ausgussbecken oder die Toilette der Kellerbar unterhalb der Straßenebene an die Wasserrohre angeschlossen, wird es gefährlich: Es droht eine Kellerüberschwemmung.

Muss man in überfluteten Kellerräumen Angst vor einem Stromschlag haben?

Bei einer Überflutung im Haus sollte – in der Regel – die Sicherung im Sicherungskasten “rausfliegen“. Oftmals ist es aber nicht auszuschließen, dass das Wasser in den überfluteten Räumen unter Strom stehen könnte. Hierzu kann bereits eine Steckdose oder ein beschädigtes Kabel unterhalb der Wasserlinie führen. Im Zweifel empfiehlt es sich, den Elektrofachbetrieb oder den Stromversorger zu kontaktieren und sich erst nach erfolgter Spannungsfreischaltung der Versorgungsleitungen vor Ort ins Hochwasser zu wagen.

Ein weiteres Problem: Die meisten Sicherungskästen befinden sich im Keller oder im Erdgeschoss einer Immobilie. Wer heute den Hausbau plant, sollte darauf achten, den Sicherungskasten und Elektroverteiler in eine höher gelegene Etage setzen zu lassen. So ist man im Notfall in der Lage, die Stromversorgung des Hauses eigenhändig abzuschalten.

Sind eingebaute Sicherungseinrichtungen „von außen“ erkennbar?

Für den Laien ist augenscheinlich nicht zu erkennen, ob eine Rückstauklappe bzw. eine Hebeanlage im Kellerboden einer Immobilie verbaut worden ist, oder nicht. Seit Anfang der 2000er Jahre schreibt die Norm DIN EN 12056 und die DIN 1986 den Einbau von Rückstausicherungen vor. Nach Erfahrungswerten lässt sich aber schätzen, dass im Gebäudebestand tatsächlich deutlich weniger technische Sicherheitseinrichtungen zur Verhinderung von Kellerüberschwemmung zu finden sind.

Wie vermeidet man Kellerüberschwemmungen?

Die sicherste Art sich vor solchen bösen Überraschungen zu schützen, stellt der Einsatz einer Pumpe dar. Mit dieser wird das Wasser der tiefer als die Straße gelegenen Ablaufstellen abgepumpt. Abwasser kann vom Kanal aus nicht mehr zu den Abläufen gelangen. Eine andere Sicherungsmöglichkeit besteht darin, Klappen in die Abwasserrohre einzubauen, die sich schließen, wenn Abwasser von der Straße ins Haus drücken will.

Achten Sie auf fachgerechten Einbau und regelmäßige Wartung!

Solche Absicherungsmaßnahmen sind aber nur erfolgsversprechend, wenn sie für jedes Haus passend geplant und an der strategisch richtigen Stelle eingebaut sind. Zudem müssen sie einmal im Jahr von einem Fachbetrieb Sanitär-Heizung-Klima gewartet werden. Im Ernstfall kann es dazu kommen, dass Versicherungen die Schadensregulierung verweigern, wenn die geforderten Absicherungsmaßnahmen für Kellerüberschwemmungen nicht vorhanden sind.

Sie haben Fragen? Sprechen Sie mich gerne an:

Natascha Daams
Telefon 0211 69065–74
Telefax 0211 69065–89
E-Mail daams@shk-nrw.de

Print Friendly, PDF & Email


« (Vorheriger Beitrag)



Ähnliche Nachrichten

  • Innung gratuliert Aplerbecker Uli Bingel zum Geschäfts- und Meisterjubiläum