EU-Renovierungswelle: Anreize für mehr Gebäudesanierung schaffen

Veröffentlicht am 14.10.2020 10:37 von Redaktion

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14.10.2020

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe. / Fotograf: Tobias Koch (www.tobiaskoch.net)

Zu den heute vorgestellten Plänen der EU-Kommission zur Renovierungswelle erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe: „Es ist richtig, dass die EU-Kommission den Gebäudesektor ins Zentrum der Debatte um ein klimaneutrales Europa bis 2050 rückt.

Eine höhere Sanierungsquote im Gebäudebestand wird einen wichtigen Beitrag leisten, damit Europa langfristig seine Klimaziele erreicht. Wir begrüßen daher, dass die Kommission mit weiteren Investitionsmitteln die Gebäudesanierung ankurbeln will.

Gleichzeitig laufen die besten Vorsätze ins Leere, wenn sie sich nicht praktisch umsetzen lassen. Die Anforderungen an die energetische Modernisierung von Gebäuden müssen daher praxistauglich und wirtschaftlich gerechtfertigt sein. Überzogene Auflagen würden die Nachfrage hemmen und wären damit kontraproduktiv. Hier ist die Kommission aufgefordert, sich bei der Entwicklung der Mindeststandards mit Augenmaß an der tatsächlichen Baupraxis zu orientieren. Zudem muss die Bereitstellung der Mittel auf die bereits bestehende Förderkulisse in den Mitgliedstaaten abgestimmt sein.

Das Baugewerbe als wichtiger Konjunkturmotor in der Krise steht bereit, die Renovierungswelle in Deutschland umzusetzen. Die vielen mittelständischen Bauunternehmen haben die Expertise und bauen weiterhin ihre Kapazitäten aus, damit die Sanierungsquote erheblich erhöht werden kann. Nun braucht es wirksame Anreize, die die Nachfrage nach Sanierungsleistungen steigern.”

Quelle:

Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstraße 55 – 58
10117 Berlin
Telefon: 030 20314-0
Fax: 030 20314-420
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