RWI senkt seine Konjunkturprognose

Veröffentlicht am 17.03.2022 18:24 von Redaktion

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idr 2022/358 (Krö)
17.03.2022

Deutschland, Ruhrgebiet, NRW
Wirtschaft

Essen (idr). Der Krieg in der Ukraine beeinflusst auch die Konjunkturprognose des Essener RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Die Expertinnen und Experten senken aufgrund der Auswirkungen der Krise ihre Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 auf 2,5 Prozent, für 2023 erwarten sie 3,6 Prozent. Der Grund: Die kräftig gestiegenen Öl- und Gaspreise belasten Unternehmen und Haushalte. Allerdings gingen auch positive Impulse von den Lockerungen der Corona-Infektionsschutzmaßnahmen aus.

Die Inflation dürfte in diesem Jahr aufgrund der hohen Energiepreise 5,2 Prozent betragen und im nächsten auf 2,3 Prozent zurückgehen. Das RWI erwartet für dieses Jahr eine Arbeitslosenquote von fünf Prozent, 2023 von 4,9 Prozent. Das staatliche Budgetdefizit könnte im laufenden Jahr auf knapp 89 Milliarden Euro, im Jahr 2023 weiter auf gut 70 Milliarden Euro sinken.

Die Prognose beruht auf der Annahme, dass keine weiteren Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt und gleichzeitig die russischen Gaslieferungen an Deutschland fortgeführt werden. Weitere Voraussetzungen: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen geht ab dem zweiten Quartal zurück und die Infektionsschutzmaßnahmen werden weitgehend aufgehoben, Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten lösen sich nach und nach auf.

Infos unter: http://www.rwi-essen.de

Pressekontakt: RWI, Prof. Dr. Torsten Schmidt, Telefon: 0201/8149-287, E-Mail: torsten.schmidt@rwi-essen.de

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