Wachstum bei den Erneuerbaren, PV-Ziele erreicht

Veröffentlicht am 10.01.2023 14:29 von NH-Nachrichten

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Die Bilanz des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE für die Stromerzeugung zeigt: Die Ausbauziele im PV-Bereich wurden 2022 erreicht. Auch gehen fast 50 Prozent der Nettostromerzeugung auf das Konto Erneuerbarer Energien.

2022 war aufgrund des Ukraine-Krieges geprägt von extremen Energiepreisen. Gleichzeitig verzeichneten die Erneuerbaren Energien ein beachtliches Wachstum. In Summe produzierten erneuerbare Energiequellen in 2022 rund 244 Terrawattstunden (TWh) Strom – etwa 7,4 Prozent mehr als im Vorjahr (227 TWh).

Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Nettostromerzeugung, also an dem Strommix, der letztlich aus der Steckdose kommt, lag im vergangenen Jahr bei 49,6 Prozent. In puncto Last lag ihr Anteil sogar bei 50,3 Prozent. Das zeigt eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.

Am meisten Strom wurde im vergangenen Jahr aus Windenergie erzeugt, gefolgt von Braunkohle, Solar, Steinkohle, Erdgas, Biomasse, Kernkraft und Wasserkraft. Der Anteil der Onshore-Windstromproduktion betrug zirka 99 TWh; die Offshore-Produktion lag bei rund 25 TWh. Die Wasserkraft lag aufgrund des heißen und trockenen Sommers in der Erzeugung mit 16 TWh deutlich unter dem Wert von 2021 (19 TWh), die Biomasse mit 42,2 TWh leicht über dem Vorjahreswert.

Erfreulich ist die Bilanz im Bereich der Photovoltaik (PV): Die deutschen PV-Anlagen produzierten im vergangenen Jahr rund 58 Terrawattstunden Strom. Mit 53 TWh wurde der Löwenanteil ins öffentliche Netz eingespeist, fünf TWh wurden selbst verbraucht. Der Zubau von EEG-Anlagen mit 6,1 Gigawatt erhöhte die installierte Leistung auf zirka 66 Gigawatt (Stand November 2022). Dies entspricht dem höchsten PV-Zubau seit 2013. Die von der Bundesregierung vorgegebenen Ausbauziele im Bereich „PV“ wurden damit erreicht. Dank des Zubaus sowie auch des sonnigen Wetters stieg die Solarstromerzeugung in 2022 insgesamt um 19 Prozent.

Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen im Jahr 2022 zirka 181 TWh Strom, ein Plus von 21 TWh gegenüber 2021.

Quelle:

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