Bauen muss jetzt günstiger, schneller und unkomplizierter werden

Veröffentlicht am 27.04.2022 09:04 von Redaktion

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Wohnungsbau-Gipfel – Baugewerbe fordert: Bauen muss jetzt günstiger, schneller und unkomplizierter werden

Reinhard Quast Foto: Claudius Pflug

ZDB-Präsident Reinhard Quast Foto: Claudius Pflug

Zum heutigen Gipfelauftakt des Bündnisses für bezahlbares Wohnen der Bauministerin Klara Geywitz (SPD) erklärt Reinhard Quast, Präsident Zentralverband Deutsches Baugewerbe:

„Wir begrüßen den Auftakt des Bündnisses, um Fördermaßnahmen für den Wohnungsbau in Deutschland voranzutreiben. Die krisenerprobten Unternehmen des deutschen Baugewerbes haben die Ärmel hochgekrempelt, denn das Ziel von 400.000 Wohnungen ist äußerst ehrgeizig und ambitioniert.

Aber die Folgen des Ukraine-Krieges, die Sanktionen gegen Russland und die gestörten Lieferketten belasten zunehmend die hiesige Baukonjunktur. Wir sehen schlimmere Engpässe bei vielen Baumaterialien als in der Hochphase der Pandemie. Gleichzeitig explodieren Energie- und Materialpreise. Der Wohnungsbau verliert bereits an Schwung. In der aktuellen Situation braucht es jetzt wetterfeste Reformen und durchgreifende Maßnahmen, damit das Bauen günstiger, schneller und unkomplizierter wird.

Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen beschleunigt, Vergabeprozesse vereinfacht und natürlich ausreichend Bauland zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich müssen die Bauherren motiviert werden, trotz der schwierigen Situation zu investieren. Dafür brauchen sie Planungssicherheit und Anreize, sprich eine zuverlässige Förderkulisse. Auch die angekündigte Erhöhung der AfA und Freibeträge bei der Grunderwerbssteuer für junge Familien müssen jetzt auf den Weg gebracht werden.

Dem Investitionsstau wird nur beizukommen sein, wenn sich alle Anforderungen der zukünftigen Wohnungsbaumaßnahmen am Kriterium der Wirtschaftlichkeit orientieren. Ist die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben, muss dies durch eine entsprechende Förderung ausgeglichen werden. Andernfalls werden Investitionen ausbleiben und der Wohnungsbau einbrechen.“

Zentralverband Deutsches Baugewerbe

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